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Plakat im Ahrntal

BRUNECK – In den Tourismushochburgen der Dolomiten, aber auch anderswo, entstehen mehr und mehr Zweitwohnungen. In Corvara und Welschnofen gibt es jetzt schon mehr Zweitwohnungen als ständig bewohnte Wohnungen! Diese werden vielfach von zahlungskräftigen vormaligen Hotelgästen gekauft, welche damit für die Hotels unwiederbringlich verloren gehen. Die Folgen sind fatal und bereits jetzt in vielen Tourismusorten spürbar.

Der „ehemalige Gast“ bringt vieles von zu Hause mit und kauft höchstens noch die Zeitung. Die Wertschöpfung für die lokale Wirtschaft ist sehr gering. Dieser „verlorengegangene“ Gast selbst benutzt seine Wohnung nur wenige Wochen im Jahr, da sie vorwiegend als Kapitalanlage und Altersvorsorge dient. Oft wird sie aber an Bekannte weitervermietet. Das entzieht den lokalen Beherbergungsbetrieben weitere Gäste. Trotzdem nutzen die Zweitwohnungsbesitzer die Angebote des Tourismus und deren Dienstleistungen, ohne aber dafür etwas beizutragen. Für diese Kosten müssen dann die Einheimischen, die Tourismusverbände und die Gemeinden alleine aufkommen.

Fazit: Je mehr Zweitwohnungen, umso geringer die Wertschöpfung für den Tourismus! Eine Entwicklung, welche angesichts der immer geringer werdenden Gewinnspannen im Tourismus dringend gestoppt werden muss!

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ASGB

 

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