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Bozen

Laut einer Studie der Verbraucherschutzorganisation „Adusbef“ werden in Südtirol immer öfter Wohnungen oder Häuser gepfändet und versteigert. Tausende Familien können die aufgenommenen Immobilienkredite nicht mehr bedienen, so die Tageszeitung “Alto Adige” in ihrer heutigen Ausgabe.
Im Vergleich zum Jahr 2011 gab es in der Provinz Bozen bei den Pfändungen einen Anstieg von 44,3 Prozent. Italienweit wird die Zahl der Pfändungen allein in diesem Jahr um 22,8 Prozent ansteigen.
Vergleicht man die Zahlen in einem Fünfjahreszeitraum, so gab es seit 2008 in Italien einen Anstieg von 100 Prozent bei Pfändungen und Wohnungsräumungen.
Die Daten von 37 Landesgerichten dienten der Vereinigung für Verbraucherrechte „Adusbef“ als Grundlage für die Berechnung. Demnach wird Südtirol in der Liste bereits an zweiter Stelle geführt. Nur die Provinz Prato liegt mit einem Anstieg von 50,7 Prozent noch vor Bozen.
Cagliari nimmt mit einem Plus von 41,1 Prozent den dritten Platz ein. Dahinter kommen die Provinzen Rom (+32,6 Prozent), Turin (+31,8 Prozent), Como (+31,7 Prozent), Taranto (+31,4 Prozent), Modena (+30,4 Prozent), Monza (+27,7 Prozent) und Lecce (+23,4 Prozent).
Laut der Studie werden im Jahr 2012 in ganz Italien 100.000 Eigentumswohnungen gepfändet und versteigert.