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Die Landesregierung will in Sachen konventioniertem Wohnbau genauer hinsehen: Deshalb soll nun eine eigene Landesagentur gegründet werden. Sie soll die Einhaltung aller Bedingungen bei der Verwendung der Wohnungen genau überprüfen.

Werden Erweiterungszonen für den Wohnbau ausgewiesen, so sind 55 Prozent ihrer Fläche dem geförderten Wohnbau vorbehalten. Von den restlichen 45 Prozent, die dem „freien“ Wohnbau zukommen, müssen wiederum 60 Prozent der Fläche für konventionierte Wohnungen zur Verfügung gestellt werden.

Anrecht auf eine konventionierte Wohnung hat, wer in Südtirol ansässig ist und keine Wohnung besitzt.

„Die Gemeinden müssen dafür Sorge tragen, dass nur, wer Anrecht hat, eine solche Wohnung bekommt“, erklärte Luis Durnwalder am Montag nach der Sitzung der Landesregierung.

Dies, um den Ausverkauf der Heimat zu verhindern.

Oft nicht eingehalten

Allerdings, so der Landeshauptmann, sei nicht immer so gehandelt worden, wie vom Gesetz vorgesehen.

„Wir haben Hunderte von Wohnungen, die nicht so verwendet wurden, wie vom Gesetz vorgesehen.“

So sei die Vermietung konventionierter Wohnungen an Touristen nicht nur widerrechtlich, sondern zudem ungerecht.

„Diese Wohnungen konnten schließlich nur entstehen, weil man sich zu den Verpflichtungen bekannt hatte, und zudem fehlt dadurch Wohnraum für unsere Leute.“

Es brauche eine bessere Kontrolle, so Durnwalder.

Deshalb habe die Landesregierung am Montag Wohnbaulandesrat Christian Tommasini den Auftrag erteilt, mit dem Gemeindenverband Kontakt aufzunehmen. Dieser hatte zur Gründung einer Agentur auf Landesebene aufgerufen.

„Sie soll schon in den nächsten Wochen ihre Arbeit aufnehmen können“, so Durnwalder.

Die Agentur wird die Kontrollen landesweit übernehmen.

stol