Agentur soll konventionierte Wohnungen kontrollieren

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Die Landesregierung will in Sachen konventioniertem Wohnbau genauer hinsehen: Deshalb soll nun eine eigene Landesagentur gegründet werden. Sie soll die Einhaltung aller Bedingungen bei der Verwendung der Wohnungen genau überprüfen.

Werden Erweiterungszonen für den Wohnbau ausgewiesen, so sind 55 Prozent ihrer Fläche dem geförderten Wohnbau vorbehalten. Von den restlichen 45 Prozent, die dem „freien“ Wohnbau zukommen, müssen wiederum 60 Prozent der Fläche für konventionierte Wohnungen zur Verfügung gestellt werden.

Anrecht auf eine konventionierte Wohnung hat, wer in Südtirol ansässig ist und keine Wohnung besitzt.

„Die Gemeinden müssen dafür Sorge tragen, dass nur, wer Anrecht hat, eine solche Wohnung bekommt“, erklärte Luis Durnwalder am Montag nach der Sitzung der Landesregierung.

Dies, um den Ausverkauf der Heimat zu verhindern.

Oft nicht eingehalten

Allerdings, so der Landeshauptmann, sei nicht immer so gehandelt worden, wie vom Gesetz vorgesehen.

„Wir haben Hunderte von Wohnungen, die nicht so verwendet wurden, wie vom Gesetz vorgesehen.“

So sei die Vermietung konventionierter Wohnungen an Touristen nicht nur widerrechtlich, sondern zudem ungerecht.

„Diese Wohnungen konnten schließlich nur entstehen, weil man sich zu den Verpflichtungen bekannt hatte, und zudem fehlt dadurch Wohnraum für unsere Leute.“

Es brauche eine bessere Kontrolle, so Durnwalder.

Deshalb habe die Landesregierung am Montag Wohnbaulandesrat Christian Tommasini den Auftrag erteilt, mit dem Gemeindenverband Kontakt aufzunehmen. Dieser hatte zur Gründung einer Agentur auf Landesebene aufgerufen.

„Sie soll schon in den nächsten Wochen ihre Arbeit aufnehmen können“, so Durnwalder.

Die Agentur wird die Kontrollen landesweit übernehmen.

stol

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Landesregierung: Durnwalder pocht auf der beschlossenen Kontrollagentur – ,,Kontrollen trotz Landtagswahl“

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Dolomiten, 18. März 2013
Bozen (lu). Vor der Tür stehende Landtagswahlen hin oder her, Landeshauptmann Luis Durnwalder will ,, geschwind“ mit den Kontrollen konventionierter Wohnungen beginnen. Dafür muss eine Landesagentur aktiviert werden. ,,Denn Recht muss Recht bleiben im Interesse unserer Leute“, so Durnwalder. Die Landesregierung wird sich aller Voraussicht nach heute damit befassen.
Vereinfacht gesagt, handelt es sich um eine Aktion gegen den Ausverkauf der Heimat. ,,Denn allzu oft werden konventionierte Wohnungen an Gäste vermietet oder auch verkauft. Da braucht man nur nach Gröden oder ins Gadertal schauen. Und so werden Wohnungen Einheimischen entzogen“, sagt Landeshauptmann Durnwalder.
Ursprünglich waren die Gemeinden angehalten worden, sicherzustellen, dass konventionierte Wohnungen auch rechtmäßig bewohnt werden. Rechtmäßig heißt, dass der Mieter oder Besitzer in Südtirol wohnhaft ist, selbst über keine eigene Wohnung verfügt und auch eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet. ,, Die Gemeinden sollten auch ein Verzeichnis der konventionierten Wohnungen anlegen, aber die Gemeinden hatten weder den Willen noch die Kraft oder den Mut, diese Sache anzugehen“, erklärt Durnwalder.
Deshalb sei der Gemeindenverband an das Land herangetreten und hatte um die Einrichtung einer entsprechenden Kontrollagentur gebeten, führt Durnwalder aus. Bereits vor rund einem Jahr – zeitgleich mit der Agentur für Ausschreibungen – hätte eine eigene Landesagentur eingerichtet werden sollen, die Tausende von konventionierten Wohnungen kontrollieren sollte, ob die Mieter oder Käufer auch über die geforderte Requisiten verfügen. ,,Ich will wissen, was sich seither getan hat. Aber ich habe den Eindruck, dass da nicht viel weitergegangen ist – und das kann und will ich nicht akzeptieren“, unterstreicht Durnwalder.
Grund dafür ist die Tatsache, dass Bauherren von konventionierten Wohnungen Sonderrechte eingeräumt bekamen. ,,Diese haben Baurechte erhalten, die sie sonst nicht bekommen hätten sowie andere Begünstigungen, indem sie beispielsweise keine Baukostenabgabe zu leisten hatten“, so Durnwalder.
Konventionierte Wohnungen können sowohl in geförderten Wohnbauzonen als auch im Rahmen von Ortskernsanierungen oder nach Aussiedelungen von Hofstellen aus dem Ortszentrum errichtet werden. ,,Wir müssen sicherstellen, dass diese geförderten Wohnungen Einheimischen zu gute kommen. Denn sonst sind es wiederum genau diese unsere Leute, die vor der Tür stehen und für die wir Wohnraum schaffen müssen. Deshalb ist mit den Kontrollen sofort zu beginnen“.
Bild: Wer wohnt hinter den Türen konventionierter Wohnungen? Ein Einheimischer, der selbst keine Wohnung hat oder ein Tourist?
Landeshauptmann Luis Durnwalder will endlich die Kontrolleure ausschwärmen lassen.
Kommentar:
Die ‚Aktion Heimat‘ fühlt sich in ihrer Kernaufgabe bestätigt, unsere andauernden Warnungen gegen den ,, Ausverkauf der Heimat“ tragen nun allmählich erste Früchte! Der Vorschlag einer ,,Kontrollagentur“ ist in unserer Ideenwerkstatt geschmiedet worden.  Die Landtagsabgeordnete Dr. Martha Stocker, hat unsere Bemühnungen gegen den Ausverkauf der Heimat stets unterstützt, und unseren gemeinsamen Vorschlag einer landesweiten Kontrollagentur nun auch in der Landesregierung deponiert. Die Aktionsgruppe gegrüßt die Initiative von Landeshauptmann Durnwalder, der jetzt mit sofortigen Kontrollen gegen den Ausverkauf der Heimat entgegen treten möchte. Die untransparente und difuse Gesetzeslage, die mit den konventionierten Wohnungen und dem allgemeinen Ausverkauf der Heimat möglich waren, ist aber auf das bewusste Wegschauen der Landesregierung zustande gekommen. Sonderrechte und sonstige Begünstigungen wie etwa das Wegfallen der Baukostenabgabe sind ebenfalls Auswüchse einer verfehlten Gesetzesgebung.
Eigenartig:Erst am Ende seiner Polit -Karriere entpuppt sich LH Durnwalder plötzlich als der großer Retter unserer Heimat….

BürgerUnion: Zu Anliegen von Aktion Heimat

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Pressemitteilung: BürgerUnion unterstützt weiterhin Bemühungen der Heimatpfleger gegen Ausverkauf der Heimat

Harald Grünbacher, Bezirkssprecher der BürgerUnion Pustertal, unterstützt die Initiativen der Heimatpfleger gegen den Ausverkauf der Heimat. Grünbacher kritisiert einmal mehr das Vorgehen von Bauspekulanten und Heimatausverkäufer als schamlos und geldgierig. In noch nie dagewesener schamloser Art und Weise werden vornehmlich Provinzfremden Zweitwohnungen zum Kauf angeboten. Noch bevor der Bauer das letzte Grün gemäht, der alte Bauernhof abgerissen oder der Bagger die Baugrube ausgehoben hat, wird mittels Plakate und Banner um Zweitwohnungskäufer geworben. Diese ganze Entwicklung, gebilligt von der Mehrheitspartei im Land, geschieht zum Nachteil der Einheimischen Familien und Arbeitnehmer, so Leitungsmitglied der BürgerUnion Harald Grünbacher. Die BürgerUnion schlägt vor, mittels Gesetz wird den Gemeinden die Möglichkeit zu geben, die Zahl der Freizeitwohnungen (auch für Provinzfremde) zu beschränken und somit dem Ausverkauf der Heimat entgegenzuwirken. Damit soll dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden, ähnlich einem im Bundesland Tirol bereits im Jahr 1998 genehmigten Gesetz. In  Südtirol gibt es immer mehr Gemeinden, mit einem hohen Freizeitwohnsitz-Anteil, die Wohnungspreise steigen und werden für Einheimische fast unerschwinglich, es entsteht auch Wohnungsknappheit. Von der vorgeschlagenen Regelung können nur die künftigen Freizeitwohnsitze betroffen sein, ein Eingriff in bereits bestehende Besitzverhältnisse ist nicht möglich. Mit einem von der BürgerUnion vorgelegtem Gesetzentwurf soll dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden. Die Errichtung von Freizeitwohnsitzen soll strengen Regeln unterworfen werden. Sie ist in Zukunft Einheimischen vorbehalten, d.h. als Voraussetzung gilt die 5-jährige Ansässigkeit im Landesgebiet. Als Freizeitwohnsitze dürfen nur mehr jene verwendet werden, die in ein entsprechendes Verzeichnis der Gemeinde eingetragen sind. Die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen wird strengen Einschränkungen unterworfen: Die Gemeinde kann die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen selbst noch weiter einschränken. Ausnahmebewilligungen gibt es nur in ganz wenigen Fällen, z.B. bei einer Erbschaft, wenn die Erben einer Wohnung den Wohnsitz nicht als Hauptwohnsitz benützen können/wollen. Die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen ist nur Personen möglich, die seit mindestens fünf Jahren in Südtirol ansässig sind oder hier seit mindestens 5 Jahren ihren Arbeitsplatz haben. Die BürgerUnion fordert einen Stopp des Ausverkauf der Heimat und fordert eine Prozentlösung der Zweitwohnungen in den jeweiligen Gemeinden, damit die Einheimischen Familien und vornehmlich Arbeitnehmer, sich ihren Traum vom Eigenheim noch leisten können, so Leitungsmitglied der BürgerUnion Harald Grünbacher.

Aktion Heimat fordert Taten

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Unsere Sensibilisierungskampagne gegen den zunehmenden Ausverkauf der Heimat und zum damit zusammenhängenden Zweit- und Ferienwohnungsproblem geht ins zweite Jahr. Bisher hatten wir mit unserer Plakataktion, bei mehreren Gesprächen mit politisch Verantwortlichen und einer gutbesuchten Podiumsdiskussion in Bruneck viel Zustimmung erfahren. Wir müssen jedoch mit Bedauern feststellen, dass wir in Olang, in Niederdorf, in Sexten, in Sand in Taufers und vor allem in Dietenheim durch Vertragsurbanistikdeals, die jeder Rechtfertigung durch Allgemeininteresse entbehren, weiterhin vor vollendete Tatsachen gestellt werden! Nachdem uns zwar von politischer Seite parteiübergreifend Recht gegeben wird, aber die entsprechenden Taten bzw. Gesetzesänderungen auf sich warten lassen, möchten wir an unsere wichtigste Forderung eines 8%-Schlüssels für Freizeitwohnsitze nach Nordtiroler Vorbild erinnern. Sollte diese unverzichtbare Regelung bei der anstehenden Neufassung des Raumordnungsgesetzes nicht zur Geltung kommen, werden wir unserer Forderung mit weiteren Aktionen Nachdruck verleihen.

Aktion Heimat

Heimatpflegeverband und Südtiroler Schützenbund – Bezirk Pustertal, am 14.02.13

Gemeindejournal Gais zu: „Wie viele Freizeitwohnungen vertragen wir noch?“

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Am Samstag, dem 24. September 2012, fand in Bruneck eine Tagung zum brisanten Thema „Wie viele Freizeitwohnungen vertragen wir noch?“ statt.

Ziel der Veranstaltung der Silvius-Magnago-Akademie war es, „das Phänomen der zunehmenden Freizeitwohnsitze zu beleuchten und auszuloten, welche Maßnahmen umsetzbarund zielführend sind. “Frau Dr. Martha Stocker, Regionalassessorin und SVP-Parteiobmannstellvertreterin, gab als Begründung für die Tagung u.a. die „bekannten Fakten“ an, nämlich „dass nur 8,3 % der Gesamtfläche für Dauersiedlungen geeignet sind und dass bereits etwa ein Drittel dieser Fläche verbaut ist,• dass wir auch schon aufgrund dessen sehr hohe Wohnungspreise haben, die noch durch die Tatsache gesteigert werden,• dass wir nicht nur einen hohen Anteil an Zweitwohnungen haben (13,1 % 1990),die zu mindestens 45 %… touristisch genutzte Freizeitwohnungen sind.“ Ausgehend von diesen Fakten führte Dr. Martha Stocker aus: „Die Preise pro m2 sind in den Gebieten mit besonders hoher Nachfrage denn auch besonders hochund führen dazu, dass Einheimische, die eine neue Wohnung brauchen, für diese schon in andere Gemeinden, wo auch immer, ausweichen. Dazu kommt die Sorge vor Überfremdung und die Problematik der Auslegung der Infrastrukturen auf maximale Belastung, während sie 90 % der Zeit überdimensioniert sind. In letzter Zeit machte sich auch die Sorge vor einer zusätzlichen Belastung der Sozialsysteme breit, z.B. auch wenn Menschen dann im Alter ihren Wohnsitz nach Südtirol verlegen und somit ein Anrecht auf alle Dienstleistungen erwächst, von der Pflegesicherung bis zum Altersheim…

Wir haben in Südtirol natürlich auch große Unterschiede – wie überall: Wir haben Gemeinden mit einem besonders hohen Anteil an Zweitwohnungen: An der Spitze ist Welschnofen mit einem Bestand von 58 % (an den Wohnungen insgesamt inder Gemeinde), gefolgt von Corvara mit 52 %, und weitere Pusterer/Gadertaler Gemeinden folgen: Abtei 37 %, Toblach 30,Niederdorf 29, Innichen 24 % usw. Die Preise für Wohnungen richten sich natürlich an dieser Nachfrage aus: So redet man von Preisen in Wolkenstein von 8.800pro m2, Paris scheint dagegen mit 8.000 €/m2 schon abgeschlagen zu sein. Auch Innichen kann sich mit 4.250 €/m2 gegenüber München mit 3.800 €/m2 sehen lassen (wobei gesagt werden muss, dass letztens die Preise auch in München starkangezogen haben) und für Corvara“, wo geförderte Wohnungen schon über 4.000 €/m2 kosten. „Anscheinend soll dort aucheine Wohnung für 18.000 pro m2 verkauft worden sein. Da versteht man dann vielleicht auch, dass es schwer wird, zu widerstehen und dass man vielleicht beim Widerstehen auch helfen muss.“ Alle Teilnehmer an der Podiumsdiskussion waren sich darin einig, dass es für die Raumordnung neue gesetzliche Regelungenbrauche. „Von 48.000 Hektar bebaubarer Fläche in Südtirol sind bis 2008 21.000 bis 22.000 Hektar verbaut worden“ (Wohn- , Gewerbekubatur usw.), gab Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler zu bedenken. Was die touristisch genutzten Zweitwohnungen betrifft, waren sich die Teilnehmer keineswegs einig. So meinten etwa Vertreter der Wirtschaft, man solle das Problem nicht überbewerten, da es nur einige wenige Gemeinden betreffe. Zudem sei der Verkauf von Wohnungen an Provinzfremde in letzter Zeit nahezu zusammengebrochen. Martha Stocker unterstrich, dass die Politik für den Zweitwohnungstourismus noch keine Lösung habe, dass aber zweifellosHandlungsbedarf  bestehe. Es müsse eine Regelung für den Zweitwohnungsmarkt gefunden werden, diese dürfe allerdings nicht im Widerspruch zu den EU-Bestimmungen stehen. Gefordert wurde u.a., dass für touristisch genutzte Zweitwohnungen eine Obergrenze von acht Prozent, bezogen auf die Gesamtzahl der Wohnungen einer Gemeinde, eingeführt werden soll, wie dies in Nordtirol seit Jahren gilt. Auch sollten die Gemeinden erwägen, bei der Ausweisung von Erweiterungszonen im Einvernehmen mit den Grundeigentümern bis zu 100Prozent für den geförderten Wohnbau zu bestimmen. In der Gemeinde Gais gibt es nach amtlichen Unterlagen (Stand: 15.10.2012) 827 Erstwohnungen (535 in Gais, 265 in Uttenheim, 17 in Mühlbach, 7 in Tesselberg, 3 in Lanebach) und 299 Zweitwohnungen (208 in Gais, 81 in Uttenheim, 8 in Mühlbach, 2 in Tesselberg, 0 in Lanebach). Es ist schwer, die genaue Zahl der ausschließlich touristisch genutzten Freizeitwohnungen festzustellen; nach zur Zeit vorliegenden Unterlagen dürften sie etwa 20 Prozent der Zweitwohnungen und etwas mehrals 5 Prozent der Gesamtzahl an Wohnungen ausmachen.

Albert Forer, Gais, im Dezember 2012

Vortragsabend „Bau-Land Südtirol – In die Zukunft mit Hausverstand“

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EPPAN – Das Thema „In die Zukunft mit Hausverstand – Bau-Land Südtirol“ steht im Mittelpunkt des Vortragsabends, zu dem das Umweltreferat im Südtiroler Schützenbund am Freitag, den 25. Jänner 2013 einlädt.

Der Vortragsabend von Diego Del Monego, Experte in Landschaftspflege und Lichtgestaltung, findet um 20.00 Uhr im Lanserhaus in Eppan statt.

Laut Diego Del Monego stellt die aktuelle Entwicklung unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen, denen mit Weitblick und Hausverstand entgegenzutreten sei. Wesentlich dabei seien eine vernünftige Nutzung der immer spärlicher werdenden Anbauflächen, eine Neuorientierung in der Nutzung und Erweiterung der Gewerbegebiete und die Erhaltung der geschichtlich gewachsenen Ortsbilder, um Identität zu bewahren.

Die jüngst erlassenen Richtlinien zum Abbau der Lichtverschmutzung und zur Energieeinsparung würden ein grundlegendes Umdenken, vor allem in der Beleuchtung der öffentlichen Räume wie Straßen, Plätze und Sportanlagen, herbeiführen.

Dieser Vortrag ist eine breitgefächerte Einführung in viele Bereiche des Lebens, die, so unterschiedlich sie untereinander auch sein mögen, miteinander enger verbunden sind als man annehmen möchte.

Bildschirmfoto 2013-01-14 um 2.32.39 PM Bildschirmfoto 2013-01-14 um 2.29.11 PM

BürgerUnion: „Ausverkauf der Heimat ist Schaden für Südtiroler“

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„Wohnfläche im Ausmaß von 86 Fußballfeldern gehört Nicht-Provinzansässigen“

Bozen – Als enormen Schaden für die Südtiroler Familien bezeichnet die BürgerUnion den zunehmenden Ausverkauf der Heimat und die drastische Zunahme der Zahl von Freizeitwohnungen in der Hand von Provinzfremden, heißt es in einer Aussendung.

„Die Politik muss endlich die Interessen der Südtiroler Familien besser schützen als die Interessen der Spekulanten“, so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

„Laut neuesten Astat-Zahlen gibt es 1.000 Freizeitwohnungen mehr als noch vor drei Jahren, insgesamt 12.500 Freizeitwohnungen. Die Fläche der Freizeitwohnungen ist in drei Jahren um 62.900 Quadratmeter auf 816.000 Quadratmeter Wohnflächen angestiegen. Drei Viertel der Zweitwohnungen in Südtirol sind in der Hand von nicht in Südtirol ansässigen Personen“, unterstreicht Pöder.

„Das bedeutet, dass mittlerweile 612.000 Quadratemeter Wohnfläche als Freizeitwohnungen in der Hand von Provinzfremden ist und für Südtiroler Familien nicht nutzbar ist. Damit ist Wohnfläche im Ausmaß von 86 Fußballfeldern in der Hand von nicht in Südtirol ansässigen Peronen und den Südtiroler Familien entzogen“, unterstreicht Pöder.

„In nur drei Jahren ist diese außer Landes verkaufte Gesamtwohnfläche um 9 Fußfallfelder angestiegen“, so der Abgeordnete der BürgerUnion weiter.

Die BürgerUnion schlägt ein Gesetz vor, mit dem die Zahl der Freizeitwohnsitze beschränkt und dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden soll.

„Den Südtiroler Familien geht durch die steigende Zahl von
Freizeitwohnsitzen die in der Hand von Provinzfremden sind, wertvoller
Wohnraum verloren.  Zudem werden dadurch die Immobilienpreise extrem hoch gehalten, die Wohnungspreise schaden vor allem dem Normalverdiener und fördern die Immobilienspekulation. Die Situation im Hochpustertal und in anderen Südtiroler Gegenden spitzt sich immer mehr zu, allein in der Gemeinde Welsberg-Taisten hat sich die Zahl der Freizeitwohnsitze in nur sieben Jahren verdoppelt. Die hoch gehaltenen Wohnpreise schaden vor allem dem Normalverdiener und
fördern den Finanz- und Immobiliensektor“, erklärt Pöder.

„In den letzten Jahrzehnten werden und wurden unsere Täler immer stärker verbaut. Vornehmlich in Tourismusregionen versuchen Spekulanten das große Geld zu Lasten der Einheimischen Familien und Arbeitnehmer zu machen. Während es inzwischen in einzelnen Gemeinden ganze Feriensiedlungen an Zweitwohnungsquartieren gibt, die außerhalb der  Saison lange Zeit im Jahr leer stehen, können sich einheimische Familien und Arbeitnehmer kaum mehr Eigenheime und Wohnungen ohne Risiko leisten und werden sehr oft gezwungen ihr Heimatdorf zu verlassen“, so Pöder.

Die BürgerUnion stellt die Frage was wichtiger ist, Geld und Profit für
wenige oder Lebensraum für die Südtiroler Familien?

„Wenn nicht schnell ein wirksames Gesetz beschlossen wird, dann wird diese
Entwicklung weitergehen, mehr und mehr Wohnfläche wird an Provinzfremde
verkauft, für die Südtiroler Familien wird der Wohnraum knapp und
unerschwinglich“, erklärt Pöder.

Die BürgerUnion schlägt vor, mittels Gesetz den Gemeinden die
Möglichkeit zu geben, die Zahl der Freizeitwohnungen (auch für
Provinzfremde) zu beschränken und somit dem Ausverkauf der Heimat
entgegenzuwirken, heißt es in einer Stellungnahme.

„Damit soll dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden, ähnlich einem
im Bundesland Tirol bereits im Jahr 1998 genehmigten Gesetz. In Südtirol gibt es immer mehr Gemeinden, mit einem hohen Freizeitwohnsitz-Anteil, die Wohnungspreise steigen und werden für Einheimische fast unerschwinglich, es entsteht auch Wohnungsknappheit. Von der vorgeschlagenen Regelung können nur die künftigen Freizeitwohnsitze betroffen sein, ein Eingriff in bereits bestehende Besitzverhältnisse ist nicht möglich. Mit diesem Gesetzentwurf soll dem Ausverkauf der Heimat Einhalt geboten werden. Die Errichtung von Freizeitwohnsitzen soll strengen Regeln unterworfen werden. Sie ist in Zukunft Einheimischen vorbehalten, d.h. als Voraussetzung gilt die 5-jährige Ansässigkeit im Landesgebiet. Als Freizeitwohnsitze dürfen nur mehr jene verwendet werden, die in ein entsprechendes Verzeichnis der Gemeinde eingetragen sind. Die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen wird strengen Einschränkungen unterworfen: Die Gemeinde kann die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen selbst noch weiter einschränken. Ausnahmebewilligungen gibt es nur in ganz wenigen Fällen, z.B. bei einer Erbschaft, wenn die Erben einer Wohnung den Wohnsitz nicht als Hauptwohnsitz benützen können/wollen. Die Neuschaffung von Freizeitwohnsitzen ist nur Personen möglich, die seit mindestens fünf Jahren in Südtirol ansässig sind oder hier seit mindestens 5 Jahren ihren Arbeitsplatz haben“, so Pöder.

„Am 22. August 2006 hat die BürgerUnion (damals noch Union) unter anderem
den einen Gesetzentwurf als Volksabstimmungsantrag gegen den Ausverkauf der
Heimat eingebracht unter dem Titel „Stopp dem Ausverkauf der Heimat –
Änderung des Landesraumordnungsgesetzes – Regelung für Freizeitwohnsitze“. Am 09. Februar 2007 wurden dafür über 15.000 Unterschriften vorgelegt.
Am 25. Oktober 2009 fand die Volksabstimmung darüber statt, 147.886
Wählerinnen und Wähler nahmen daran teil, fast 38 Prozent, damit wurde das
40 Prozent-Quorum nur um rund 8.000  Stimmen verfehlt. 111.414, also 80,9%
der Abstimmenden stimmten mit JA, stimmten also für den Vorschlag der Union.
Im Pustertal wurde das Quorum wie in den meisten Bezirken Südtirols überschritten, im Pustertal beteiligten sich fast 43 Prozent der Wähler an der Volksabstimmung. Die Landesregierung und die SVP haben seit dem Beginn der Unterschriftensammlung und insbesondere nach dem Ergebnis der Abstimmung immer wieder beteuert, dass man etwas gegen den Ausverkauf der Heimat und das Überhandnehmen der Freizeitwohnsitze speziell in besonders betroffenen Gebieten wie dem Hochpustertal unternehmen werde“, so Pöder.

„Nichts, rein gar nichts haben Landesregierung und SVP seitdem unternommen,
um Grund und Boden für die Südtiroler Familien zu sichern. Die SVP und die Landesregierung haben im Kampf gegen den Ausverkauf der Heimat völlig versagt.
Die Spekulanten haben weiterhin fast freie Hand“, so Pöder abschließend.

Suedtirolnews vom 14.01.2013

Rund 12.500 Zweitwohnungen in Südtirol

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Am Montag hat das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) eine Erhebung mit den Daten zu den Zweitwohnungen für touristische Zwecke in Südtirol präsentiert.

Mit Stichtag 31. Dezember 2011 wurden insgesamt 12.499 Zweitwohnungen mit einer mittleren Nutzfläche von 65,28 m² gezählt.

Knapp ein Viertel in Eigentum von Südtirolern

Mehr als die Hälfte aller Zweitwohnungen (58,2 Prozent) gehörte Bürgern aus anderen italienischen Regionen. 24 Prozent der Eigentümer von Zweitwohnungen hatten ihren den Erstwohnsitz in Südtirol und 14,6 Prozent in Deutschland.

Die italienischen Regionen mit den höchsten Anteilen an Zweitwohnungseigentümern waren Venetien (18,5 Prozent), die Lombardei (18,3 Prozent), Emilia Romagna (12,8 Prozent) und das Latium (7,4 Prozent). Der Anteil der inländischen Zweitwohnungen und der gesamten Nutzfläche einer Herkunftsregion wies in den meisten Fällen kaum Unterschiede auf. Im Schnitt waren diese Wohnungen 66,19 Quadratmeter groß. Eigentümer aus Deutschland verfügten über eine Fläche von durchschnittlich 64,17 Quadratmeter

Dem standen die Zweitwohnungen der Südtiroler gegenüber, welche um einiges größer als jene der anderen Eigentümer waren: So betrug die Durchschnittsfläche von Zweitwohnungen in Eigentum von Südtirolern 77,72 Quadratmeter.

Vorwiegend Eigentumswohnungen, vorwiegend in Tourismushochburgen

Besonders Gemeinden in Tourismushochburgen mit einer großen Anzahl an Beherbergungsbetrieben hatten auch einen hohen Anteil an Zweitwohnungen. Die Gemeinden Welschnofen (130,71 Prozent) und Corvara (107,62 Prozent) verzeichneten zum Stichtag mehr Zweit- als Erstwohnungen. Mit deutlichem Abstand folgten Hafling (75,22 Prozent) und Abtei mit 61,85 Prozent.

Ganze 87,7 Prozent der Zweitwohnungen waren Eigentumswohnungen, weitere 9,8 Prozent Time-Sharing-Wohneinheiten und 2,5 Prozent der Zweitwohnungen wurden mit Fruchtgenuss benutzt.

Südtiroler Eigentümer vorwiegend aus Städten

Insgesamt 2.702 Zweitwohnungen befanden sich im Besitz von Bürgern mit Wohnsitz in Südtirol. Diese wohnten hauptsächlich in den Städten und nannten oftmals eine Zweitwohnung in den umliegenden Gebieten ihr Eigen.

So waren Ende 2011 40,5 Prozent der Zweitwohnungsbesitzer aus Bozen und bevorzugten als Feriendomizil die Gemeinden Ritten (275 Zweitwohnungen), Welschnofen (134) oder Völs am Schlern (119).

Jene mit Hauptwohnsitz in Meran (11,0 Prozent) hatten ihre Zweitwohnung vermehrt in Hafling (83).

Auch der vom ASTAT berechnete Attraktionsindex bestätigte, dass Südtirol als Zweitwohnungsdestination für Bürger aus Bozen und Meran interessant ist.

stol vo 14.01.2013

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2000 Euro pro Quadratmeter (Dolomiten, 23.11.2012)

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Tagung: Thema Ferienwohnungen am Beispiel von Kitzbühel und Corvara
Pustertal (mt).
,,Wie viele Freizeitwohnungen vertragen wir noch?“ Mit dieser Frage setzt sich eine Tagung auseinander, zu der am Samstag, 24.November, um 9.30 Uhr in die Aula des Nikolaus -Cusanus – Gymnasiums in Bruneck geladen wird. Die Bürgermeister von Corvara und Kitzbühel werden über die Situation in ihren Gemeinden berichten. In einem ,, Dolomiten“ – Gespräch schildert der Kitzbühler Bürgermeister Klaus Winkler die Herausforderungen  für seine Verwaltung im Zusammenhang mit den Freizeitwohnungen.
,,Dolomiten“: Herr Bürgermeister, wie ist die Situation in Kitzbühel derzeit?
Klaus Winkler: Eines der größten Probleme  für die einheimische Bevölkerung sind die hohen Grundstückspreise. Aufgrund der attraktiven Lage und landschaftliche Schönheit ist Kitzbühel Anziehungspunkt für finanzstarke Personen, die sich hier auch ansiedeln wollen. Das treibt natürlich die Grundstückspreise in astronomische Höhen – 2000 Euro pro Quadratmeter und mehr sind keine Seltenheit. Der ,,normale“ Einheimische kann da nicht mehr mithalten.
,,D“: Wie schaffen es dann doch junge Familien zu einer Eigenwohnung zu kommen?
Winkler: Junge Familien ziehen von Kitzbühel weg, um sich in Umlandgemeinden, wo es noch leistbare Wohnungs – und Grundstückspreise gibt, niederzulassen.
,,D“: Wie versucht die Verwaltung dem gegenzusteuern?
Winkler: Oberstes Ziel der Kitzbüheler Siedlungspolitik ist es, leistbaren Wohnraum für die einheimische Bevölkerung zu schaffen. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Siedlungsprojekte umgesetzt. In sonniger Stadtrandlage wurde u.a. ein rund zehn Hektar großes Siedlungsgebiet erschlossen. Damit wurde auf einen Schlag Wohnraum für rund 100 einheimische Familien geschaffen. Der Grundstückspreis liegt dort bei bei etwa 200 Euro pro Quadratmeter. Als Käufer kommen nur Einheimische in Frage, d.h. man muss zumindest zehn Jahre in Kitzbühel gemeldet sein oder seit zehn Jahren in Kitzbühel arbeiten. Und im sozialen Wohnbau konnten im heurigen Jahr rund 120 neue Wohnungen an Kitzbüheler Familien übergeben werden.
,,D“: Wie verhält es sich mit dem Anteil von Einheimischen und Ausländern in ihrer Gemeinde?
Winkler: Seit Jahrzehnten stagniert in Kitzbühel die Bevölkerungszahl der Einheimischen, während der Anteil der Ausländer und Zuzügler immer höher wird. Anfang November 2012 waren in Kitzbühel 8.246 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Davon sind 6.818 Personen Österreicher und 1.428 Ausländer. Insgesamt haben in Kitzbühel 4.422 Personen einen Nebenwohnsitz. Bei den Nebenwohnsitzen sind aber auch das Personal von Tourismusbetrieben oder Dauercamper am Campingplatz enthalten.

Rekordzahl an Wohnungspfändungen (Südtirolnews 02-12-12)

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Bozen

Laut einer Studie der Verbraucherschutzorganisation „Adusbef“ werden in Südtirol immer öfter Wohnungen oder Häuser gepfändet und versteigert. Tausende Familien können die aufgenommenen Immobilienkredite nicht mehr bedienen, so die Tageszeitung “Alto Adige” in ihrer heutigen Ausgabe.
Im Vergleich zum Jahr 2011 gab es in der Provinz Bozen bei den Pfändungen einen Anstieg von 44,3 Prozent. Italienweit wird die Zahl der Pfändungen allein in diesem Jahr um 22,8 Prozent ansteigen.
Vergleicht man die Zahlen in einem Fünfjahreszeitraum, so gab es seit 2008 in Italien einen Anstieg von 100 Prozent bei Pfändungen und Wohnungsräumungen.
Die Daten von 37 Landesgerichten dienten der Vereinigung für Verbraucherrechte „Adusbef“ als Grundlage für die Berechnung. Demnach wird Südtirol in der Liste bereits an zweiter Stelle geführt. Nur die Provinz Prato liegt mit einem Anstieg von 50,7 Prozent noch vor Bozen.
Cagliari nimmt mit einem Plus von 41,1 Prozent den dritten Platz ein. Dahinter kommen die Provinzen Rom (+32,6 Prozent), Turin (+31,8 Prozent), Como (+31,7 Prozent), Taranto (+31,4 Prozent), Modena (+30,4 Prozent), Monza (+27,7 Prozent) und Lecce (+23,4 Prozent).
Laut der Studie werden im Jahr 2012 in ganz Italien 100.000 Eigentumswohnungen gepfändet und versteigert.